Projekte Flötengruppe 2011

22.05.2011: Tango Matinee, Melanchthonhaus Mannheim

Artikel über die Flötengruppe im Gemeindebrief 02/12
Artikel über die Flötengruppe im Gemeindebrief 02/12

Pressestimmen:

Flöte trifft beim Tango auf Akkordeon

 

Mit rot-schwarzer Deko stimmt der Gemeindesaal der Melanchthonkirche die Zuschauer im voll besetzten Saal auf die Tango-Matinee ein. Jedes Jahr wieder und jedes Jahr anders tritt auch in diesem Jahr die Melanchthon-Flötengruppe Mannheim unter der Leitung von Christiane Brasse-Nothdurft auf. Diesmal steht das Konzert ganz im Zeichen des Tangos. Ob klassisch oder ausgefallen, ob mehrstimmig, schnell oder langsam - dem Motto wurde alle Ehre gemacht.

 

Tango auf der Blockflöte klingt im ersten Moment sehr ausgefallen, das ist es wohl auch. Unterstützt durch das PHlautissimo Heidelberg unter der Leitung von Ina Schuchardt- Groth sowie von Florian Stricker am Klavier und den Gastmusikern Michael Herzer am Kontrabass und Laurent Leroi am Akkordeon, klingt es tatsächlich ausgefallen und umwerfend.

 

Musikalische Talente spielen auf

 

Schon bei den ersten Takten wippen die Füße und Beine der begeisterten Zuschauer mit. Beim "El chocolo" kündigt Christiane Brasse-Nothdurft das Highlight des Konzertes an: "Es ist weniger ein Konzert, als vielmehr ein Experiment, Flöte trifft Akkordeon, eine einmalige Kombi". Sowohl das Konzert, als auch das Experiment ist gelungen, in beeindruckender Klangharmonie führen Flöte, Akkordeon, Klavier und Kontrabass die Zuhörer in die Welt des Tangos. Mit tollen, bekannten und auch unbekannten Stücken sowie abwechslungsreichen Klängen bleibt dem Publikum keine Zeit, sich auch nur einen Moment zu langweilen. "Flöten sollen nicht immer mit Schülern und Anfängern in Verbindung gebracht werden", so die Leiterin. Dass keine Anfänger, sondern musikalische Talente am Werk seien, werde in diesem Konzert sehr deutlich.

 

Seit Januar proben sie für diesen Auftritt, die Vorbereitung dauert jedoch schon länger. Denn viele der Stücke müssen erst für die Blockflöte arrangiert werden, mit Hilfe des Komponisten Matthies Andresen ist dies mit Erfolg gelungen. Er selbst bringt ein eigenes Stück in diesen Tango Matinee mit ein. "t_A_n!_G_o* heißt zwar Tango, ist aber keiner", erklärt der Meister das künstlerische Stück, das bei der ansonsten schwungvollen Tango-Matinee etwas aus dem Rahmen fällt. Mit sehr speziellen Klängen und quietschenden Tönen müssen sich die Laien auseinandersetzen.

 

Doch genau darum geht es der Leiterin der Flötengruppe. Es solle experimentiert werden und Neues ausprobiert werden. Seit elf Jahren schon bringt sie die Blockflöte in allen ihren Facetten und in verschiedenen Kombinationen klangvoll zum Einsatz. "Mit den Laien über den Unterricht und mit den professionellen Künstlern zusammenwirken zu können", so beschreibt sie stolz das Resultat ihrer Arbeit. isa

 

(Quelle: Mannheimer Morgen, 27.05.2011)